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KonzertmitschnittKlassik, Unplugged, vom Pult · Freiburg

Die Mikrofone stehen, wo der Klang ist.
Nicht, wo sie niemand sieht.

Sichtbare Technik ist kein Makel. Ein Hauptsystem, das aus Rücksicht auf den Anblick falsch hängt, schon.

Kurz gesagt

Ein Konzert lässt sich nicht wiederholen.

Das klingt banal, entscheidet aber alles. Es gibt keinen zweiten Durchgang, keine Nachaufnahme, keine Reparatur in der Post. Was in diesen neunzig Minuten nicht auf die Karte kommt, ist weg.

Die beiden üblichen Wege führen selten zu etwas Brauchbarem. Ein Aufnahmegerät im Publikum nimmt vor allem den Saal auf: Hall, Husten, Stuhlbeine. Und die fertige Mischung aus dem Pult ist für die Beschallung im Raum gemacht, nicht für eine Aufnahme – sie enthält nur, was verstärkt werden musste, und nichts von dem, was im Saal ohnehin laut genug war.

Ich zeichne getrennt auf, bis zu vierzehn Kanäle, und mische hinterher. Wie das aussieht, hängt davon ab, welches Konzert es ist.

01Drei Fälle

01

Klassisch, nicht verstärkt

Kammermusik, Chor, Orchester, Orgel. Im Saal steht keine Anlage – und das ist richtig so. Für das Publikum braucht es keine Verstärkung, für die Aufnahme schon. Ein Hauptsystem trägt das Klangbild des Raums, Stützmikrofone holen einzelne Stimmen heran, alles auf getrennten Spuren. Die Balance entsteht danach, nicht währenddessen. Und die Mikrofone stehen dort, wo der Klang ist – nicht dort, wo sie am wenigsten auffallen.

02

Unplugged

Kleine Besetzung, Songwriter, Jazz, Kirchenkonzert. Wenig oder gar keine Anlage, dafür viel Raum. Hier liegt die Arbeit zwischen zwei Extremen: Nah abgenommen klingt es tot, nur aus dem Raum klingt es weit weg. Also beides, getrennt aufgezeichnet, und die Mischung entscheidet, wie viel Saal man hören will. Bei ganz kleinen Besetzungen reicht der Zoom F6 allein, sechs Kanäle in 32-Bit-Float – kein Übersteuern, wenn ein Refrain deutlich lauter kommt als der Soundcheck.

03

Vom Pult

Verstärktes Konzert mit Beschallungsfirma. Nicht die Summe abnehmen – die Einzelspuren ziehen. Aus dem Pult kommen die Nahabnahmen, sauber getrennt: acht Kanäle über die Steinberg UR824. Was dort nicht drin ist, sind Saal und Publikum – genau das, was einen Mitschnitt erst nach Konzert klingen lässt. Deshalb kommen sechs eigene Kanäle über den F6 dazu. Ein Mitschnitt nur aus dem Pult klingt trocken, und das lässt sich hinterher nicht mehr herstellen. Die Abstimmung mit Ihrer Beschallungsfirma mache ich vorab, nicht am Konzerttag.

02Der eine Versuch

Bei einem Dreh ist ein Fehler ärgerlich. Bei einem Konzert ist er endgültig. Deshalb ist der größte Teil der Arbeit vorbei, bevor der erste Ton kommt.

Aufgebaut wird vor dem Einlass, geprüft gegen die Generalprobe oder den Soundcheck. Was am Konzertabend noch eingestellt werden muss, war vorher nicht zu Ende gedacht.

Was ich dafür brauche, ist Zutritt zum Raum, bevor das Publikum kommt. Ein Konzert, bei dem ich zwanzig Minuten vor Beginn zum ersten Mal den Saal sehe, wird eine andere Aufnahme.

03Der Konzertabend

01

Vorher

Programm, Besetzung, Saal. Wie viele Werke, wie lang, wie groß die Besetzung, und ob es einen Bühnenplan gibt. Wenn es geht, sehe ich mir den Raum vorher an – ein Kirchenschiff und ein Kammermusiksaal verlangen verschiedene Aufstellungen, und das entscheidet sich nicht am Konzertabend.

02

Aufbau

Vor dem Einlass, in Absprache mit Veranstalter und Ensemble. Stative, Kabelwege und Standorte werden vorher besprochen, nicht improvisiert. Das ist auch der Moment, in dem gesagt wird, was sichtbar sein wird – damit sich am Abend niemand wundert.

03

Während

Ich sitze an der Aufnahme und greife nicht ein. In 32-Bit-Float muss während des Konzerts nichts nachgeregelt werden – das ist der eigentliche Grund für dieses Format. Kein Pegelziehen im Fortissimo, kein Aufdrehen im Pianissimo, keine Bewegung im Saal.

04

Danach

Mischung aus den Einzelspuren, Schnitt zwischen den Werken, Mastering. Applaus und Pausen werden nach Ihrer Ansage behandelt: ganz drin, sauber ausgeblendet oder herausgeschnitten. Je Werk oder je Satz eine Datei, wenn Sie das brauchen – das ist einfacher gleich richtig gemacht als später noch einmal.

WasSie bekommen

Im Paket

  • Vorgespräch zu Programm, Besetzung und Saal
  • Aufbau vor dem Einlass, Abstimmung mit Ensemble und Beschallung
  • Aufzeichnung bis vierzehn Kanäle auf getrennten Spuren
  • Mischung aus den Einzelspuren und Mastering nach EBU R128
  • Schnitt zwischen den Werken, Applaus nach Ihrer Ansage

Was in der Lieferung liegt

  • Das ganze Konzert am Stück, als eine Datei
  • Zusätzlich je Werk oder je Satz getrennt, wenn Sie das brauchen
  • WAV in Aufnahmequalität und eine kleine Fassung zum Weitergeben
  • Auf Wunsch die Einzelspuren, falls später jemand anders mischen soll
  • Lieferung als Download, die Dateien bleiben Ihre

Konditionen

  • Preis auf Anfrage, zu branchenüblichen Sätzen
  • Nach Aufwand: Besetzungsgröße, Anzahl der Kanäle, Länge des Programms
  • Anfahrt in Freiburg enthalten
  • Bei Konzertreihen und mehreren Terminen sprechen wir über einen anderen Satz

Ein Streichquartett in der Kapelle und ein Orchester mit Pultsplit sind nicht derselbe Abend – deshalb keine Liste, sondern eine Summe, die Sie vor der Zusage kennen.

Ensembles ohne festen Etat fragen trotzdem. Für Chöre, Vereine und freie Gruppen findet sich meistens etwas – ohne dass Sie mir Ihre Lage erklären müssen.

04Kontakt

Schicken Sie mir das Programm und den Saal.
Ich sage Ihnen, was der Raum hergibt.

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